Kaffee erleben ohne Beigeschmack
Basis für jeden feinen Kaffee ist die Qualität der Bohnen. Doch nicht nur die Qualität zählt für uns, sondern auch der respektvolle Umgang mit Mensch und Natur. Darum beziehen wir unsere Rohkaffees aus ausgewählten Quellen, möglichst direkt und ohne Umwege im Ursprung. Direct Trade, Fair Trade und Bio sind für uns keine Labels, sondern eine Einstellung.
Kaffee aus dem indischen Dschungel
Bei unserem Besuch finden wir unseren Kaffee inmitten eines Dschungels. Neben Kaffee werden Gewürze und Nüsse angepflanzt und hoch oben schwingen sich Affen von Baum zu Baum. Natürliche Schattenbäume geben den Kaffeebäumen und Pflanzen Schutz vor Hitze und Sonne. Farokh und Bharath, unsere Farmer vor Ort, setzen sich für einen biodiversen Anbau ein, für ein natürliches Ökosystem, in dem es praktisch keine Pestizide braucht. Sie nutzen altes, fast vergessenes Wissen und investieren dieses in die Pflege eines nachhaltig guten und gesunden Nährbodens. Wir haben uns in diesen wunderschönen Fleck Erde verliebt, der inmitten in der saftig grünen Landschaft der Western Ghats gelegen ist.
Beide Kaffees, natural und washed, sind sehr kräftig und geben dem Kaffee einen intensiven Körper, den italienischen Touch und eine wunderschöne Crema. Natural Bohnen haben ein erdigeres „Terroir-Aroma" als die klaren washed Bohnen.
Burundi
100 % des Gewinns, den unser Partner RAW Material Coffee im Ursprung erwirtschaftet, fliesst zurück an die Produzenten. Das Ziel von RAW Material ist es, eine wirtschaftliche Unabhängigkeit für die Bauern zu erreichen. Diesem Ziel kommen die Bauern näher, indem sie sich entschieden haben, auf Qualität zu setzen und Spezialitätenkaffee zu verkaufen. Für industrielle Abnehmer sind die Anforderungen an Qualität sowie der Umgang mit Mensch und Natur weniger wichtig. Allerdings erwirtschaften die Bauern mit industriellem Kaffee zu wenig Geld.
Uns überzeugen Philosophie und Qualität. Die Fruchtigkeit der Bohnen wird auch bei vielen klassischen Espresso-Geniesser Anklang finden, weil der Kaffee unglaublich viel Körper und Süsse mitbringt.
Kolumbien
Transparenz, Qualität, Nachhaltigkeit
Wir trafen Cristian Reyes zufällig auf der World of Coffee. Wir erfuhren, dass Cristian selbst in der ersten Generation Kaffee in Kolumbien anbaut, nahmen 100g Rohkaffee mit und erlebten zuhause eine einzigartige Süsse und Aromatik in der Tasse. Das erste Pallett aus Cristians Hacienda war bestellt.
Cristian arbeitete als Barista in England und verliebte sich in die Kaffeeszene. Zurück in Kolumbien beschloss er gemeinsam mit seiner Familie, ein Waldstück zu erwerben, um darauf Kaffeebäume anzupflanzen. Obwohl Hacienda el Rodeo ein junges Unternehmen ist, hat es sich in der Region und im ganzen Land als Massstab für Qualität, Innovation und direkten Handel etabliert.
Äthiopien
Fitsum Bekere treffen wir an der World of Coffee in Genf. Unser Ziel war es, Kaffee aus Äthipien direkt zu beschaffen, was aufgrund der politischen Lage und Einfluss des Staates eine Herausforderung ist. Wir haben sofort ein gegenseitiges Verständnis und teilen eine gemeinsame Grundhaltung. Fitsum Bekere, seine Frau Lima und 200 Kleinbauern in der Region haben sich entschieden, Kaffee selbst zu exportieren. Sie wollen unabhängig sein und gegen den Trend von grösser und schneller auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen. Fitsum und Lima zeigen den Kleinbauern, wie die Kaffeebäume gepflegt und die Kirschen gepflückt werden sollen, damit Qualität bis in die Tassee sichergestellt ist.
Wir sind hin und weg beim Cuppen seiner Kaffees und so war das erste Palett Kaffee rasch bestellt. Guji ist ausbalanciert, kräftig und wir nutzen ihn für Mischungen, Yirgacheffe ist sehr fruchtig und ideal als Filter.
Mexiko
180 Familien liefern den Kaffee an die Station Cafe El Zapoteco. Sie leben in der Region Sierra Juarez, einer gemässigten Bergkette nördlich der Stadt Oaxaca. Die Grössen der Farmen reichen von 0.5 Hektar bis 5 Hektar und die Familien produzieren rund 100 Kg Kaffee pro Jahr. Diese werde in der Station Cafe El Zapoteco entpulpt und fermentiert, in handgefertigten Holztanks und auf Petates (traditionellen, gewebten Matten) getrocknet. Die Station wird von Romulo Chavez geleitet. Raw Material, unser Partner vor Ort, arbeitet enge mit ihm und den Bauernfamilien zusammen, damit bessere Preise erwirtschaftet werden, die Farmer schneller bezahlt und langfristige Beziehungen zu Röstern aufgebaut werden können.
Brasilien
Niklas Ocafi ist der Mittelsmann für unseren Kaffee aus Brasilien. Zusammen mit seinem Freund, dem Geschäftsinhaber Luis, engagieren sie sich für soziale und ökologische Projekte in Brasilien (wie die Aufforstung einheimischer Pflanzen, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Ausbildungsangebote, etc.) und stellen sicher, dass ihr Kaffee auf fairen und nachhaltigen Praktiken basiert. Unser Rohkaffee kommt von der Fazenda Matao, die in den Hügeln von Mocoa im Norden des Bundesstaates São Paulo liegt. Der Betrieb wurde kontinuierlich modernisiert, und für die Trocknung der gepflückten Kirschen – die etwa 10-15 Tage dauert – wurde eine grosse Trockenfläche aus Beton gebaut.
Wir schätzen die Bohnen aus Brasilien für ihren klassischen und typischen Kaffeegeschmack und nutzen sie als balancierende Basis in einigen unserer Mischungen.










